Fußball | 2. Bundesliga Aue erzielt beide Tore bei Remis in Nürnberg

27. Spieltag

Erzgebirge Aue fährt mit einem Punkt vom Auswärtsspiel aus Nürnberg heim. Beim 1:1 erzielten die "Veilchen" beide Tore gleich selbst. In der Schlussphase hatten die Auer gegen druckvolle Nürnberger auch noch Glück.

Hanno Behrens (18, Nürnberg) scheitert an Torhüter Martin Männel / Maennel (1, Aue).
Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag

Erzgebirge Aue ist auch das zweite Spiel nach der Corona-Pandemie-bedingten Pause in der 2. Bundesliga ungeschlagen geblieben. Die "Veilchen" kamen am Freitagabend (22.05.2020) in Nürnberg zu einem 1:1 (0:0). In der Vorwoche hatte der FCE Sandhausen 3:1 besiegt. Durch den Punktgewinn beim FCN haben die Auer nun 38 Zähler und sind nur noch zwei Punkte vom Saisonziel der 40-Punkte-Nicht-Abstiegs-Marke entfernt. Nürnberg bleibt als Tabellen-14. mit 30 Punkten dagegen in Abstiegsgefahr.

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Erzgebirge Aue beim 1. FC Nürnberg in Bildern

Jens Keller (Trainer Cheftrainer Coach 1. FC NŸrnberg ) und Dirk Schuster (Trainer Erzgebirge Aue ) mit Mundschutz
Vor dem Spiel im Austausch: FCN-Coach Jens Keller (li.) und FCE-Trainer Dirk Schuster (re.). Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Jens Keller (Trainer Cheftrainer Coach 1. FC NŸrnberg ) und Dirk Schuster (Trainer Erzgebirge Aue ) mit Mundschutz
Vor dem Spiel im Austausch: FCN-Coach Jens Keller (li.) und FCE-Trainer Dirk Schuster (re.). Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Schweigeminute für die Opfer der Coronapandemie
Bevor die Partie begann: Beide Teams gedachten den Opfern der Corona-Pandemie mit einer Schweigeminute. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Hanno Behrens (18, NŸürnberg) und Dennis Kempe (15, Aue)
Mit Anpfiff übernahm Nürnberg das Zepter. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Florian Krüger / Krueger (11, Aue) scheitert vor dem Nürnberger Tor gegen Konstantinos Mavropanos (3, Nürnberg) und Asger Sörensen / Soerensen (4, Nürnberg).
Das Spiel auf den Kopf stellen hätte aber Aues Florian Krüger, der mit bei der ersten guten Aue-Chance nach einem Konter fast das 0:1 erzielt hätte. Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Hanno Behrens (18, Nürnberg) scheitert an Torhüter Martin Männel / Maennel (1, Aue).
Doch auch Nürnberg hatte Hochkaräter: Behrens scheitert hier freistehend an Männel. Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Jacob Rasmussen (2, Erzgebirge Aue) und  Robin Hack (17, 1. FC Nürnberg)
Nach anfangs 85 Prozent Ballbesitz für Nürnberg blieb die optische Überlegenheit die gesamte Partie deutlich: Am Ende lagen die Verhältnisse bei 65:35 Prozent für den FCN. Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 0:1 und jubelt mit Teambetreuer Thomas Romeyke (Aue).
Das erste Tor im Spiel machte dann aber doch Aue: Nazarov traf per Kopf (51.) ... Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 0:1 und jubelt mit Teambetreuer Thomas Romeyke (Aue).
... und jubelte dann nicht ganz DFL-Hygnie-Konzept-konform ... Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 0:1 und jubelt mit Teambetreuer Thomas Romeyke (Aue).
... mit einem Betreuer und einer festen Umarmung. Bildrechte: Picture Point/Pool/ Sven Sonntag
Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (li., 10, Aue) trifft zum 0:1 gegen Torwart Felix Dornebusch (21, Nürnberg) und Fabian Nürnberger / Nuernberger (15, Nürnberg).
Das Tor dagegen wunderbar. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Tor für Nürnberg zum 1:1 - Hanno Behrens (18, 1. FC Nürnberg) jubelt nach dem Eigentor Sören Soeren Gonther (26, Erzgebirge Aue ).
Die Freude der Auer hielt aber nicht lang. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Tor für Nürnberg zum 1:1 - Eigentor Sören Soeren Gonther (26, Erzgebirge Aue ) gegen Martin Männel
Gonther überwand seinen Schlussmann Männel mit dem Schienbein. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
Pfostentreffer. Hanno Behrens (18, 1. FC Nürnberg ) trifft nur die Latte gegen Martin Männel
Und schließlich hatte Aue auch noch Glück. Bei einem Schuss von Behrens rettete den Auern der Pfosten den Punkt. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
er Endstand des Spieles an der Anzeigetafel.
So blieb es beim 1:1. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
 Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue, nach dem Spiel
Zufriedene Gesichter bei den "Veilchen" nach dem Abpfiff. Bildrechte: Pool / Sven Sonntag / Picture Point
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Nazarov per Kopf - Gonther mit dem Schienbein

In dem Geisterspiel ohne Zuschauer erzielten beide Tore die Gäste aus Sachsen: Dimitrij Nazarov traf mit dem Kopf (51. Minute), Abwehrspieler Sören Gonther (63.) glich wenig später bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor aus. In der Schlussphase hatte das Team von FCE-Coach Dirk Schuster Glück: FCN-Kapitän Hanno Behrens traf nur den Pfosten (80.).

Nürnberg mit optischen Vorteilen - Aue mit Konterfußball

Nürnberg, das in der Vorwoche beim FC St. Pauli in Unterzahl verlor, übernahm gegen Aue von Beginn an das Zepter. Der FCN ging mit 85 Prozent Ballbesitz ins Spiel. Weil der Gast aus dem Erzgebirge aber mit zwei Viererketten hinten dicht hielt, gab es zunächst kaum Chancen zu sehen. Nach gut einer halben Stunde dann dafür zwei Hochkaräter: erst scheiterte Behrens aus acht Metern an den Reflexen von Aues Keeper Martin Männel (35.). Die Auer Führung bei der ersten FCE-Chance hatte Florian Krüger auf dem Fuß. Nach einem blitzschnellen Konter und tollem Steilpass von Jan Hochscheidt schoss er aber knapp am Nürnberger Tor vorbei (39.).

Die zweite Großchance nutzten die Gäste dann nach dem Wechsel. Nazarov traf bei seinem zehnten Saisontor nach einer Flanke von Krüger mit dem Kopf. Das 1:1 erzwang Behrens mit einem Lauf zur Grundlinie und einem hart geschossenen Pass in die Mitte, Gonther wollte klären, drosch den Ball aber bei seinem Versuch unter die Latte ins eigene Tor. In den restlichen halben Stunde drängte Nürnberg auf den Sieg, für Aue ergaben sich Konter, die aber nicht mehr so sauber ausgespielt wurden.

Fünfte Gelbe für Männel

In der an gelben Karten reichen Partie - acht Spieler sahen den Karton - war eine für Aue besonders ärgerlich. Stammtorhüter Männel wurde in der Nachspielzeit verwarnt und fehlt nach seiner fünften gelben Karte am Dienstag beim Heimspiel gegen Schusters Ex-Verein Darmstadt 98.

Unfall bei Aue-Anreise

Die Reise der Gäste nach Franken war von einem Schreckmoment überschattet, weil der Teambus in einen Unfall verwickelt wurde.

Das sagten die Trainer

Dirk Schuster (Aue): "Ich glaube, wir haben ein Spiel gesehen, das sehr intensiv war und speziell in der ersten Halbzeit chancenarm. Trotzdem denke ich, dass wir ein interessantes Spiel gesehen haben. Das Spiel war von der Taktik geprägt, Nürnberg hatte etwas mehr Ballbesitz. Wir hatten uns vorgenommen, auf Umschaltmomente zu setzen, sauber gegen den Ball zu arbeiten und die Zwischenräume eng zu machen. Nach der Pause sind wir durch einen schön herausgespielten Treffer in Führung gegangen. Danach waren wir unter Dauerbeschuss. Der Ausgleich hatte sich angedeutet. Er war für uns unglücklich aber durchaus verdient. Aufgrund der läuferisch starken Defensivarbeit aller Spieler von uns und der kämpferischen Einstellung ist der Punkt für mich nicht unverdient. Wir können mit dem Punkt gut leben."

Jens Keller (Nürnberg): "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Unsere taktische Marschroute ging gut auf. Wir haben schnell und gut verlagert. Aue hat es und mit zehn Mann hinter dem Ball unheimlich schwer gemacht. Wir haben viel Geduld gehabt. Die Mannschaft hat über 90 Minuten alles investiert. Das Gegentor hat mich wahnsinnig geärgert. Das darf einfach nicht passieren. Wir müssen bei der Flanke aggressiver mitgehen und im Zentrum mitgehen. Das Tor war leicht zu verteidigen. Die Mannschaft hat weiter Moral gezeigt. Ich bin aber nicht zufrieden mit dem Punkt."

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. Mai 2020 | 16:00 Uhr

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