30.06.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Empfehlungen statt Verbote: Regierung will siebente Corona-Verordnung beschließen

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Alle Tönnies-Mitarbeiter in Weißenfels müssen auf das Coronavirus getestet werden. Und: Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt will am Mittag die siebente Corona-Verordnung beschließen. In ihr sollen Empfehlungen statt Verbote stehen. Außerdem Thema: Betrieb der Elbfähre Ferchland-Grieben überraschend schon am Morgen eingestellt.

Symbolfoto: Fußballspiel
Teil der geplanten Lockerungen ist auch, Amateursport wieder zu erlauben. Bildrechte: imago images/Zink

Das Wichtigste am Morgen:

11:01 Uhr | Eine gute Meldung zum Schluss

Eine Meldung habe ich noch für Sie an diesem Dienstagvormittag – und zwar eine gute: Die Ökonomen vom Ifo-Institut sehen im Juni Anzeichen für eine Erholung der ostdeutschen Wirtschaft. Das hat das Institut heute bei der Vorstellung seines monatlichen Lageberichtes mitgeteilt. Nach der (wirtschaftlichen) der Krise wegen Corona im Frühjahr ist das ganz sicher eine gute Meldung. Das war's von mir, meine Kolleginnen und Kollegen versorgen Sie nun hier mit allen wichtigen Meldungen des Tages. Ich sage Tschüss, bis morgen und bleiben Sie gesund.

10:50 Uhr | Riesige Photovoltaikanlage bei Halle geht in Betrieb

Wie Phönix aus der Asche... Sie kennen das Sprichwort sicherlich. Was Sie vielleicht noch nicht wussten: In Halle wird aus einer früheren Aschedeponie heute der Phönix aufsteigen – wenn auch nur symbolisch, das versteht sich ja von selbst. Am Nachmittag nehmen die halleschen Stadtwerke ihre bislang größte Photovoltaikanlage in Betrieb. Fast 40.000 Solarmodule wurden dafür auf der früheren Deponie verbaut, die Fläche nahe der Gemeinde Sennewitz im Saalekreis ist annähernd so groß wie zehn Fußballfelder. Zehn Millionen hat all das gekostet. Heute soll der erste Strom eingespeist werden.

Photovoltaikanlage im Unterallgäu.
Bei Halle wird heute eine riesige Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Das Symbolbild entstand im Allgäu. Bildrechte: imago images/MiS

10:37 Uhr | Was heute außerdem wichtig wird

Großeinsatz der Feuerwehr in Bittkau im Landkreis Stendal
Heute vor einem Jahr: In Bittkau löste eine Erntemaschine einen Großbrand aus. Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Worum geht's?
Dieses Bild ist genau ein Jahr alt. Aufgenommen wurde es in Bittkau bei Tangerhütte – am 30. Juni 2019, dem damals heißesten Tag des Jahres. Die Hitze hatte schwerwiegende Folgen: Auf einem Feld in Bittkau fing eine Erntemaschine Feuer, der Brand breitete sich rasend schnell auch auf Gebäude aus, eine Familie verlor ihr Zuhause.

Und heute?
Genau das haben wir uns gefragt: Wie geht es der betroffenen Familie und den Menschen in Bittkau heute? Wie haben sie den Großbrand verarbeitet?

Wo kann ich mehr dazu erfahren?
Bei meinen Kollegen vom Hörfunk und vom Fernsehen. Im Hörfunk berichten wir heute um 12 Uhr über das, was ein Jahr nach dem Feuer bleibt – im Fernsehen am Abend um 19 Uhr bei Sachsen-Anhalt Heute.

10:06 Uhr | Corona: Alle Tönnies-Mitarbeiter in Weißenfels müssen getestet werden

Am Tönnies-Standort in Weißenfels müssen alle rund 2.200 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet werden. Das hat heute Morgen der Burgenlandkreis angeordnet. Grund ist demnach, dass die Infektionskette bei einem positiv getesteten Mitarbeiter nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Ein Infektionsgeschehen innerhalb des Schlachtbetriebs könne deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Schon heute beginnt das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises mit dem Massentest. Amtshilfe leistet der Sanitätsdienst der Bundeswehr. Auch der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter Unfallhilfe sind beteiligt. Bei Tönnies in Weißenfels arbeiten rund 2.200 Menschen.

09:57 Uhr | Neue "Ministerinnen" für Magdeburg

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat die Beigeordneten Rainer Nitsche (Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit) und Matthias Puhle (Kultur, Schule und Sport) in den Ruhestand verabschiedet. Wie die Stadt mitteilte, bekamen beide zum Dank für ihre Arbeit ein Ehrengeschenk. Auch durften sie sich ins goldene Buch der Stadt eintragen. Nitsche war seit 2009 im Amt, Puhle seit 2014. Die Nachfolgerinnen beider "Minister" stehen übrigens schon fest: Morgen übernimmt Regina-Dolores Stieler-Hinz als Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport – zum 1. August dann auch Sandra Yvonne Stieger als Wirtschaftsbeigeordnete.

09:44 Uhr | Zukunftswerkstatt: Wie Orchester nach Corona auf die Beine kommen können

Wie können die Orchester bei uns im Land nach Corona wieder auf die Beine kommen? Geht das überhaupt noch? Und falls ja: Was braucht es dazu? Meine Kollegen von MDR KULTUR wollen nach Antworten suchen – und Sie können live dabei sein. Heute Abend dreht sich ab 18 Uhr bei der vierten digitalen Zukunftswerkstatt der Kollegen alles um die Folgen der Pandemie für die Orchesterlandschaft. Auf dem Podium wird auch Markus L. Frank, Generalmusikdirektor der Anhaltischen Philharmonie am Anhaltischen Theater in Dessau, sitzen.

Wo kann ich das Gespräch sehen?
Ab 18 Uhr live auf Facebook. Dort können Sie auch Ihre Fragen stellen.

09:25 Uhr | Kritik an OB Hauschild: Ärger bei der SPD in Köthen

Ein Delegierter stimmt auf dem Landesparteitag mit einer Delegiertenkarte an.
Bei der SPD in Köthen gibt es Ärger. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Zoff im Stadtrat von Köthen – genauer bei der SPD: Deren Fraktionschef Sascha Ziesemeier sucht in diesen Tagen nach neuen Mitgliedern für seine Fraktion – und zwar bei Linken und Grünen. Hintergrund ist ein Brief von Ziesemeier – der nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, aber öffentlich wurde. Worum geht's? In dem Brief greift Ziesemeier seinen Parteifreund Bernd Hauschild an, den Köthener Oberbürgermeister. Von Stillstand in der Stadt ist die Rede und davon, dass der Wille zu Veränderungen fehle. Wegen der Diskussionen sind drei SPD-Stadträte aus ihrer Fraktion ausgetreten.

Also braucht Fraktionschef Ziesemeier neue Mitstreiter. Heute Abend will die Fraktion die Lage bei einem Treffen entspannen.

09:03 Uhr | Motorradfahrer im Harz ums Leben gekommen

In Falkenstein im Harz ist ein Motorradfahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei heute Morgen mitteilte, war der 21-Jährige schon gestern auf einer Kreisstraße von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Der Mann sei durch die Wucht des Aufpralls etwa zehn Meter weit geschleudert worden und starb laut Polizei noch vor Ort.

08:40 Uhr | Tod im Fahrstuhl-Schacht: Urteil erwartet

Er starb im Schacht eines Fahrstuhls – beim Versuch, gemeinsam mit einem Bekannten Metall zu stehlen: Das tragische Ende eines versuchten Diebstahls wird heute am Magdeburger Amtsgericht verhandelt. Das Urteil in dem Fall wird für heute Mittag erwartet. Dem 54 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, den Tod seines Bekannten fahrlässig verursacht zu haben. Er soll seinem Komplizen im Januar 2013 seine Kletterausrüstung geliehen haben, damit der unterhalb des Fahrstuhls in einen Schacht klettern konnte. Wie das Amtsgericht mitteilte, sollte der Angeklagte währenddessen die Eingangstür des Fahrstuhls offen halten. Die habe sich aber – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – geschlossen. Der Fahrstuhl sei nach unten gefahren und habe das Opfer im Schacht eingeklemmt und tödlich verletzt.

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
Das Amtsgericht Magdeburg will heute sein Urteil in dem Fall verkünden. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

08:19 Uhr | Fähre Ferchland-Grieben fährt schon jetzt nicht mehr

Hiermit informiere ich Sie darüber, dass der Fährbetrieb der Elbfähre Ferchland-Grieben bereits heute Morgen eingestellt wurde.

Gemeinde Elbe Parey

Überrasche Wende bei dem Betrieb der Elbfähre Ferchland-Grieben: Noch vor gut einer Stunde hatte ich Ihnen im Ticker berichtet, das die Fähre heute das letzte Mal übersetzt – am Abend, so war der Plan. Nun hat die Gemeinde Elbe-Parey heute Morgen kurz nach halb acht mitgeteilt, dass der Betrieb der Fähre schon jetzt eingestellt worden ist. Gründe wurden nicht genannt. Mehr als das Zitat oben haben auch wir nicht bekommen. Wir sind für Sie an dem Thema dran.

08:02 Uhr | Der Sonne entgegen: Mehr Urlaubsflieger unterwegs

Passagierflugzeug fliegt in die Sonne
Der Sonne entgegen: Vom Flughafen Leipzig/Halle heben wieder vermehrt Ferienflieger ab. (Archivfoto) Bildrechte: imago/Action Pictures

Am Flughafen Leipzig/Halle läuft der Betrieb von Urlaubsfliegern langsam wieder an. Ein paar Beispiele? Morgen heben die ersten Charter-Maschinen zur Ferieninsel Rhodos ab, dann geht es auch wieder nach Fuerteventura. Ab kommenden Wochenende stehen auch Kreta und Gran Canaria auf dem Flugplan. Wer dringend Urlaub braucht, darf sich also freuen – schließlich sind bald auch Sommerferien bei uns in Sachsen-Anhalt. Wenn es für Sie ins Ausland geht und Sie wegen Corona etwas verunsichert sind – das Bundesgesundheitsministerium gibt Tipps, wie Sie sich im Falle einer möglichen Infektion verhalten sollten.

Wer wegen der Lage in diesem Jahr nicht in den Urlaub fliegen will, kann übrigens wunderbar in Sachsen-Anhalt Urlaub machen. Wir haben da ein paar Tipps für Sie.

07:43 Uhr | Von 0,5 Grad bis 18,1 im Schnitt: So war das Wetter im Juni

Der Juni endet – Zeit für eine kleine Wetterbilanz: Zwischen Arendsee und Zeitz war es diesen Monat im Schnitt 18,1 Grad Celsius warm. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, waren das etwa zwei Grad mehr als der langjährige Mittelwert für Juni. Bundesweit wurden demnach im Schnitt 16,8 Grad Celsius gemessen. Der kälteste Ort im Juni lag übrigens auch in Sachsen-Anhalt: In Oberharz am Brocken wurden gerade einmal 0,5 Grad gemessen. Brr.

07:29 Uhr | Fähre Ferchland-Grieben setzt zum letzten Mal über

Die Elbfähre zwischen Ferchland im Jerichower Land und Grieben im Landkreis Stendal wird heute voraussichtlich zum letzten Mal übersetzen – konkret um 19:45 Uhr. Hintergrund: Der Fährbetrieb soll nach 22 Jahren aus Kostengründen eingestellt werden, vorerst für immer. Gespräche über eine Privatisierung der Fähre waren vor wenigen Tagen gescheitert. Vor wenigen Tagen hatten Hunderte Menschen für den Erhalt der Fähre demonstriert.

Betrieb soll am 30. Juni enden Hunderte demonstrieren für Erhalt der Fähre Ferchland-Grieben

Weil der laufende Betrieb zu teuer für die Gemeinde Elbe-Parey ist, soll die Elbfähre Ferchland-Grieben ab Juli an Land bleiben. Hunderte Anwohner und Pendler haben am Sonntag gegen die Pläne demonstriert.

Auf einem handgeschriebenen Banner wird sich für den Erhalt der Fähre Ferchland-Grieben ausgesprochen, daneben steht ein Mann
Wenn alles kommt wie geplant, ist zum 1. Juli Schluss: Dann soll die Elbfähre zwischen Ferchland im Jerichower Land und Grieben im Landkreis Stendal an Land bleiben. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Auf einem handgeschriebenen Banner wird sich für den Erhalt der Fähre Ferchland-Grieben ausgesprochen, daneben steht ein Mann
Wenn alles kommt wie geplant, ist zum 1. Juli Schluss: Dann soll die Elbfähre zwischen Ferchland im Jerichower Land und Grieben im Landkreis Stendal an Land bleiben. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Aufnahme der Elbfähre Ferchland-Grieben an einem sonnigen Junitag, im Vordergrund Blüten
Grund sind die hohen laufenden Kosten. Die Gemeinde Elbe-Parey sieht sich nicht mehr imstande, den Betrieb der Fähre zu finanzieren. Das liegt vor allem an den kostspieligen Revisionen. Fähren müssen – ähnlich wie Autos – regelmäßig überprüft werden. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Blick von einer Fähre aus auf das Ufer der Elbe, wo sich zahlreiche Menschen zu einer Demonstration versammelt haben
Bei einer Demonstration am Sonntag haben rund 500 Menschen für den Erhalt der Fähre demonstriert. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
An einem Fähranleger am Ufer der Elbe stehen mehrere Personen rund um ein Auto
Grund sind die kilometerlangen Umwege, die bei einem Wegfall der Fähre entstehen. In Grieben etwa sind es bis zur Elbquerung mindestens 19 Kilometer. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Ein Mann trägt sich auf einer Demonstration in eine Liste ein, neben ihm steht eine Flasche Desinfektionsmittel
Die Fähre Ferchland-Grieben hatte vor wenigen Wochen schon einmal außerplanmäßig an Land bleiben müssen. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Auf einem Banner bei einer Demonstration steht -Rettet unsere Fähre vor dem Untergang-
Damals war Niedrigwasser auf der Elbe der Grund. Anwohner am Sonntag forderten mit Plakaten, dass die Fähre nicht dauerhaft an Land bleibt. Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Mehrere Kinder stehen an einem Fähranleger an der Elbe, ein Junge hält ein Schild in die Luft und winkt
Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 21.06.2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/ld
Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
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07:17 Uhr | Das große Problem mit dem Rassismus im Alltag

Rassismus im Alltag – wer gedacht hat, das sei kein großes Problem, dem möchte ich einen aktuellen Text meines Kollegen Daniel George ans Herz legen. Er hat sich mit Mude, Rami und Amadou vom SV Seilerwiesen in Magdeburg getroffen – und sich vom alltäglichen Rassismus gegen die Männer aus Syrien und Mali berichten lassen. Herausgekommen ist ein Stück, das nachdenklich macht. Lesetipp!

07:01 Uhr | Feuer in Halle: Mehrere Gebäude und Autos abgebrannt

In Halle hat es am Abend auf einem Firmengelände gebrannt. Eine Sprecherin der Polizei sagte, dass die Feuerwehr bis heute Morgen mit den Löscharbeiten in der Delitzscher Straße beschäftigt war. Im Berufsverkehr kann es demnach zu Behinderungen kommen. Das Feuer war laut Polizei in einer Lagerhalle ausgebrochen und hatte dann auf andere Gebäude, darunter ein Autohaus, übergegriffen. Mehrere Autos seien ausgebrannt. Zur Ursache gibt es noch keine Infos.

06:40 Uhr | Nach Explosion in Blankenburg: Abrissbagger rücken an

Polizeiabsperrung vor einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg
Das Mehrfamilienhaus in Blankenburg nach der Explosion am 13. Dezember 2019 Bildrechte: MDR/Johanna Daher

Nach einer Explosion im vergangenen Dezember rücken in Blankenburg die Abrissbagger an. Das hat jetzt Thomas Kempf, Chef der Blankenburger Wohnungsgesellschaft, mitgeteilt. Kempf sagte, ein Großteil des betroffenen Mehrfamilienhauses werde abgerissen. Konkret geht es demnach um die Eingänge mit den Hausnummern 1 bis 3. Eingang 4 werde saniert. Vor allem in den Hausaufgängen 2 und 3 seien die Schäden zu groß für eine Sanierung. Aufgang 1 wird abgerissen, weil er sonst vom Rest des Gebäudes getrennt wäre. Die Ausschreibung soll im Winter fertig sein, kommendes Frühjahr kann der Abriss voraussichtlich beginnen.

Offenbar durch Flüssiggas ausgelöst: Die Explosion und ihre Folgen Zu der Explosion in dem Mehrfamilienhaus in Blankenburg war es am 13. Dezember gekommen. Damals waren ein Mann getötet und 15 Menschen verletzt worden. Nach Ansicht der Polizei hat Flüssiggas zu der Explosion geführt. Ermittler hatten eine Gasflasche in dem Gebäude gefunden. Erst Anfang April dieses Jahres war bekannt geworden, dass neben dem Mann eine 76 Jahre alte Bewohnerin an ihren schweren Verletzungen gestorben war.

06:27 Uhr | Nach Corona-Fall: Grundschule in Salzwedel öffnet wieder

Aufatmen in Salzwedel: Dort wird die Grundschule im Stadtteil Perver heute wieder geöffnet. Wir erinnern uns: Im angrenzenden Hort war eine Mitarbeiterin vorigen Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schule und Hort wurden geschlossen, rund 200 Menschen vorsorglich in Quarantäne geschickt. Seit dem Wochenende gibt es aber Gewissheit: Alle kurzfristig anberaumten Tests auf das Virus waren negativ. Heute kann der Schulbetrieb deshalb wieder anlaufen. Der Hort öffnet erst Donnerstag wieder.

06:16 Uhr | Bombenfund in Dessau? Ergebnisse kommende Woche

Im Dessauer Stadtteil Ziebigk droht kommende Woche womöglich eine groß angelegte Evakuierung. Grund ist ein Fund, bei dem es sich möglicherweise um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Genaues ist noch nicht bekannt, die Ergebnisse des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sollen laut Stadtverwaltung erst Ende kommender Woche vorliegen. Vorher werde auch nicht über eine mögliche Evakuierung entschieden, hieß es. In Ziebigk war schon vor zwei Jahren ein Blindgänger entschärft worden.

05:57 Uhr | Empfehlungen statt Verbote: Neue Corona-Verordnung soll beschlossen werden

In Magdeburg trifft sich heute die Landesregierung, um die siebente Corona-Verordnung in Sachsen-Anhalt zu beschließen. Dabei soll es eine ganz entscheidende Neuerung geben: Aus Verboten sollen Empfehlungen werden. Ein Beispiel: Das Verbot, sich in einer Gruppe von mehr als zehn Menschen zu treffen, soll in eine Empfehlung umgemünzt werden.

Außerdem hat die Regierung vor, diese Lockerungen zu beschließen:

Der Bräutigam streift bei der Trauung seiner Braut den Ehering über den Finger.
Private Feiern wie Hochzeiten dürfen – vorausgesetzt, die Regierung stimmt zu – ab Donnerstag mit 50 Menschen gefeiert werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

  • Sportwettkämpfe und Open Air-Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Menschen sollen wieder erlaubt werden.
  • Außerdem sollen private Feiern ab Donnerstag dieser Woche mit 50 statt mit bislang 20 Menschen möglich sein.


Kommt die Verordnung wie geplant, gelten die Empfehlungen ab Donnerstag dieser Woche – also ab 2. Juli. So hatte es Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) vorige Woche angekündigt. Diskos, Volksfeste oder Bordelle sollen noch geschlossen werden.

Reisebeschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots: Negativen Test vorlegen

Teil der siebenten Verordnung des Landes zum Umgang mit dem Coronavirus sollen auch Reisebeschränkungen für Menschen aus sogenannten Corona-Hotspots sein – also jenen Landkreisen wie Gütersloh, in denen das Virus sich aktuell ausbreitet. Wie die Regierung vergangenen Freitag beschlossen halt, sollen Urlauber bei Reisen einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Nur dann dürfen sie in ein Hotel einchecken.

05:44 Uhr | Einigung zum Kohleausstieg steht

Der letzte Streitpunkt ist beigelegt, der Weg für den Kohleausstieg bis 2038 frei: Das haben die Fraktionen von Union und SPD im Bundestag am Abend bestätigt. Bei dem Streit ging es um die vorzeitige Stilllegung von Steinkohle-Kraftwerken. Die Einigung von Union und SPD sieht vor, Betreiberkonzernen höhere Entschädigungen zu zahlen als bisher geplant. Außerdem soll es mehr Hilfen beim Umrüsten auf Gas- und Wärmekraftwerke geben, hieß es. Am Freitag kann der Bundestag somit das Kohleausstiegsgesetz samt Milliarden-Hilfen für die betroffenen Regionen beschließen. Allein Sachsen-Anhalt soll für den Strukturwandel 1,7 Milliarden Euro bekommen.

05:26 Uhr | Viel Sonne zum Juni-Ausklang

Der Juni 2020 verabschiedet sich mit viel Sonnenschein von uns. Dazu bekommen wir heute 21 bis 25 Grad, die lockeren Wolken haben so gut wie keinen Regen dabei. Aber: Es wird recht windig, zum Teil sind laut Vorhersage sogar starke bis stürmische Böen dabei. Passen Sie gut auf sich auf.

Das sind die aktuellen Temperaturen:

05:21 Uhr | Halle: Feuer in Wohnzentrum für Flüchtlinge

In Halle hat es am Abend in einem Wohnzentrum für Flüchtlinge gebrannt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Ein 20-Jähriger aus Äthiopien wurde demnach vorläufig festgenommen. Bei dem Feuer war ein Zimmer zerstört worden, verletzt wurde niemand. Im Laufe des Tages sollen den Angaben zufolge weitere Wohnungen und die Statik des Gebäudes überprüft werden. 13 Bewohner wurden vorübergehend in andere Unterkünfte gebracht.

05:14 Uhr | Zu trocken: Landwirte erwarten erneut schlechte Ernte

Reifes Getreide auf einem Feld
Frost und Trockenheit machen dem Getreide in Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr zu schaffen. (Archivfoto) Bildrechte: colourbox.com

Landwirte in Sachsen-Anhalt erwarten auch für dieses Jahr Einbußen bei der Ernte. Schuld ist nach Angaben des Bauernverbandes die Trockenheit. Der kühle Mai habe zwar vielen Pflanzen geholfen, insgesamt bilde das Getreide aber weniger Körner aus. Auch der Frost habe den Pflanzen zugesetzt. Schon jetzt zeichne sich beim Raps eine "deutliche Notreife" ab. Das bedeutet, dass ein nicht reifes Getreidekorn vorzeitig erhärtet und dabei schrumpft.

05:03 Uhr | Einen guten Start in den Tag!

Einen schönen guten Morgen! Schön, dass Sie im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT vorbeischauen. Den befülle in dieser Woche ich, Luca Deutschländer, für Sie. Als ich heute Morgen die Übergabe des Spätdienstes gelesen habe, bin ich mit sehr weisen Worten in diesen Dienstag geschickt worden. Deshalb sage ich Ihnen (wenn auch nicht ganz so weise): Machen Sie das Beste aus diesem Tag. Und genießen Sie ihn. Wir versorgen Sie dazu mit allem Wichtigen heute Morgen. Auf geht's.

Die wichtigsten Meldungen aus Deutschland und der Welt

  • Das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der deutschen Grenze ist nach 43 Jahren endgültig abgeschaltet worden. Wie der Betreiberkonzern in der Nacht mitteilte, wurde der auch zweite Reaktor vom Netz genommen. Auf einem Rhein-Schiff feierten deutsche und französische Atomkraftgegner gemeinsam das Ende des Meilers. Das Atomkraftwerk in Fessenheim war wegen häufiger Störfälle seit langem umstritten.
  • Der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr (MAD) hat bei einem Reservisten in Niedersachsen eine detaillierte Liste mit Informationen über 17 Politiker und Prominente gefunden. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, wurde gegen den Unteroffizier ein Dienstverbot verhängt. Die Ermittler stufen ihn als rechtsextrem ein. Die vertraulichen Angaben sollen auch Privatadressen umfassen. Betroffen sind dem Bericht zufolge unter anderem Vizekanzler Scholz und Außenminister Maas von der SPD, die Parteichefs von Linken, Grünen und FDP sowie der Schauspieler Til Schweiger.

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

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