MDR AKTUELL - Meldungen um 12:30 Uhr


Mitteldeutschland: Zahl der Stromtankstellen verdoppelt

Die Zahl der Stromtankstellen für Elektroautos hat in Mitteldeutschland stark zugenommen. Das geht aus einer Auswertung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft hervor. Im Moment können E-Autos an über 2.200 öffentlichen Ladesäulen versorgt werden. Ein Jahr zuvor waren es rund 1.300. Die meisten Ladestationen gibt es in Sachsen. Dort kommen etwa fünf Autos mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb auf einen Ladepunkt. - Die Stromtankstellen befinden sich vor allem in größeren Städten. Insgesamt sind derzeit etwa 280.000 Autos mit Elektroantrieb auf deutschen Straßen unterwegs.


Hunderte bei Trauerfeier für George Floyd

Im US-Bundesstaat North Carolina haben Hunderte bei einer Trauerfeier Abschied vom ermordeten Afro-Amerikaner Georg Floyd genommen. Sein Leichnam war im Ort Raeford in einem goldfarbenen Sarg aufgebahrt. Ein Baptistenpastor sagte, Floyd sei nicht umsonst gestorben. Bei den Kundgebungen gegen Rassismus und Polizeigewahlt sehe man nicht nur Schwarze, sondern auch viele Weiße und Latinos. Der örtliche Sheriff forderte seine Kollegen zum Neuanfang auf. Die Polizei sei beim Rassismus "Teil des Problems". Ein Kongressabgeordneter der Republikaner sagte, es sei nicht akzeptabel, dass schwarze Eltern sich um ihre Kinder sorgen müssten, wenn diese aus dem Haus gingen. Floyd war vor fast zwei Wochen in Minneapolis von einem weißen Polizisten getötet worden.


Studien: Junge Deutsche bejahen militärische Mittel

Viele junge Deutsche unterstützen den Einsatz militärischer Mittel, um außenpolitische Ziele zu erreichen. Das geht aus Studien des Kanzleramts hervor, die der "Welt am Sonntag" vorliegen. So erklärten gut 49 Prozent der unter 30-Jährigen, Deutschland solle seinen militärischen Beitrag beibehalten, um internationale Krisen zu bewältigen. Mehr als 14 Prozent waren sogar dafür, dass Deutschland sein militärisches Engagement ausweitet. Bei den über 30-Jährigen fielen die Umfrageergebnisse gegenteilig aus. Auch Rüstungsexporte werden von 57 Prozent der jüngeren Deutschen befürwortet. Dagegen gibt es eine Mehrheit von 55 Prozent bei den älteren, die Beschränkungen oder einen Ausfuhrstopp wollen.


Brasilien nimmt Corona-Zahlen aus dem Internet

Das brasilianische Gesundheitsministerium veröffentlicht keine Gesamtzahl der Corona-Fälle und der Covid-19-Toten mehr. Es entfernte aus dem Internet auch die Datensammlung, die die Entwicklung der vergangenen Monate aufzeigte. Präsident Bolsonaro twitterte, die Daten spiegelten nicht die Realität wider. Regionale Gesundheitsbehörden warfen der Regierung vor, sie wolle die vielen Corona-Opfer im Land unsichtbar machen. Zuletzt hatte Brasilien mehr als 672.000 Fälle und fast 36.000 Tote gemeldet.


Ungarn öffnet Grenzen für Deutsche

Deutsche Staatsbürger dürfen seit dem Morgen wieder ohne Auflagen nach Ungarn einreisen. Das teilte das Außenministerium in Budapest mit. Ungarn, die aus Deutschland zurückkehren, müssen nicht mehr in Quarantäne. Wegen der Corona-Pandemie galt seit Mitte März ein Einreiseverbot für alle Ausländer. Deutsche Geschäftsleute konnten bereits seit einem Monat wieder ohne Auflagen nach Ungarn einreisen. Bürger aus anderen EU-Staaten durften ebenfalls schon früher ins Land.